Diagnostik von FASD

Die Diagnostik von FASD gestaltet sich meist schwierig, da gerade bei Adoptiv- und Pflegekindern der mütterliche Alkoholkonsum oft nicht belegt werden kann. Genetische Defekte wie das Dubowitz- oder das Cornelia de Lange-Syndrom, die ähnliche Dysmorphiezeichen und Verhaltensauffälligkeiten aufzeigen, sollten vorher ausgeschlossen werden.

War bisher die Grundlage der 4-Digit Diagnostic Code von Susan Astley (2004), ist auf Grund der nicht eindeutigen Evidenzbasierung und der Komplexität im Jahr 2012 eine neue Leitlinie S3 entstanden.

"In Deutschland besteht die Notwendigkeit, standardisierte und transdisziplinäre diagnostische
Kriterien für das Fetale Alkoholsyndrom zu definieren, die in der Praxis effektiv und
unmissverständlich genutzt werden können. Das Bundesministerium für Gesundheit hat daher
ein Projekt (STOP-FAS) zur Erstellung einer diagnostischen Leitlinie des Fetalen
Alkoholsyndroms für Deutschland initiiert, das von der Deutschen Gesellschaft für Kinder und
Jugendmedizin angenommen und der Gesellschaft für Neuropädiatrie übertragen wurde."                          Quelle: S3_Leitlinie_Diagnostik_FAS_Kurzfassung.pdf, Seite 5

 

Hier finden Sie Listen der Fachärzte und Beratungsstellen in Deutschland, die wir für die Diagnose und Behandlung von FASD empfehlen können.